Erbrecht

_MG_8625Durch das Erbrecht wird gewähr­leis­tet, dass das Pri­vat­ei­gen­tum einer Per­son bei ihrem Tod nicht unter­geht, son­dern auf einen oder meh­re­re Rechts­nach­fol­ger über­geht. Dazu gehö­ren auch die Ver­pflich­tun­gen des Erb­las­sers. Von wesent­li­cher Bedeu­tung ist daher die Tes­tier­frei­heit des Erb­las­sers, d.h. sei­ne Befug­nis, selbst dar­über zu ent­schei­den, wer sei­nen Nach­lass erhält.

Die Tes­tier­frei­heit ist ins­be­son­de­re durch das Pflicht­teils­recht der nächs­ten Ange­hö­ri­gen begrenzt. Trifft der Erb­las­ser kei­ne Ent­schei­dung, was mit sei­nem Ver­mö­gen nach sei­nem Tode gesche­hen soll, geht das Erbe auf die Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen über, ins­be­son­de­re den Ehe­gat­ten und die Kin­der. Meh­re­re Erben bil­den hier­bei eine Erben­ge­mein­schaft. Eine beson­de­re Annah­me der Erb­schaft ist hier­bei nicht erfor­der­lich, sie fällt dem oder den Erben auto­ma­tisch zu. Das kann im Fal­le eines über­schul­de­ten Nach­las­ses Risi­ken ber­gen.

Wesent­li­cher Bestand­teil anwalt­li­cher Tätig­keit im Bereich des Erb­rechts ist die Erar­bei­tung sinn­vol­ler Tes­ta­men­te, mit denen der Wil­le des Erb­las­sers umge­setzt und Streit unter den Erben nach Mög­lich­keit ver­mie­den wird. Dane­ben sind Fra­gen der „Aus­ein­an­der­set­zung“ von Erben­ge­mein­schaf­ten von erheb­li­cher Bedeu­tung und die Rege­lung von Pflicht­teils­an­sprü­chen.

Zum Bereich des Erb­rechts zählt aber auch schon die recht­li­che Gestal­tung der Ver­mö­gens­nach­fol­ge vor dem Erb­fall.

Dr. Ger­rit Tub­be­sing

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